Foto: juergen-schmidt-fotografie.de

Leuchtzeichen • ZB MED Informationszentrum Lebenswissenschaften

Von A bis Z reichen die Assoziationen zu Christiane Möbus‘ Lichtinstallation an der Zentralbibliothek für Medizin.

Über den Studentenweg auf dem Campus der Uniklinik Köln hinweg verbindet eine Fußgängerbrücke das LFI-Gebäude mit dem ZB MED, das auf eine mehr als einhundertjährige Geschichte zurückblickt. 1908 als Bibliothek der Akademie für praktische Medizin gegründet, entwickelte sie sich in der Nachkriegszeit zu einer überregional bedeutsamen Institution. 1969 erfolgte die offizielle Gründung der Zentralbibliothek der Medizin. 1994 wurde sie in Deutsche Zentralbibliothek der Medizin umbenannt und erhielt drei Jahre später mit dem Neubau auf dem Gelände der Uniklinik erstmals ein eigenes Haus. Seit 2014 trägt die Bibliothek den Namen „ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften“.

In dem 1997 errichteten Gebäude im Herzen des Klinikcampus zwischen Hörsaalgebäude und Fachkliniken erhalten Studierende und Wissenschaftler*innen Zugang zu medizinischer Fachliteratur von der Anatomie bis zur Zytologie. Neben 30.000 Regalmetern besetzt mit Büchern und Zeitschriften beherbergt das ZB MED Lesesäle mit Einzel- und Gruppenarbeitsplätzen.

Ein gläserner Gang führt vom zweiten Geschoss des Bibliotheksbaus zum Hörsaalgebäude LFI (kurz für Lehre, Forschung, Information). An beiden Längsseiten dieser Brücke sind je zwei Lichtelemente angebracht: rote Kreise auf schwarzem Grund, in denen wechselnde Buchstaben aufleuchten. Auf den ersten Blick erinnern sie an Verkehrszeichen. Doch worauf weisen sie hin? Wovor warnen sie? Besteht ein Zusammenhang zwischen den Lettern und dem Geschehen im Gebäude? Leuchtet das „O“ etwa während der Orthopädie-Vorlesung?

So manche Theorie der Betrachter*innen hat sich schon als falsch erwiesen. Tatsächlich wird die Abfolge der 26 Buchstaben des Alphabets von einem Zufallsgenerator gesteuert, der unzählige Kombinationen – und damit unzählige Interpretationsmöglichkeiten – hervorbringt. Christiane Möbus Installation ist nicht nur räumlich in den öffentlichen Raum integriert. Sie kommuniziert auch mit den Menschen, die sich hier bewegen.

Vita

Christiane Möbus, geboren 1947 in Celle, lebt und arbeitet in Hannover und Berlin. Nach dem Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste Braunschweig ging die Bildhauerin und Objektkünstlerin 1971 als DAAD-Stipendiatin nach New York. Anschließend lehrte Christiane Möbus an einem Gymnasium sowie als Gastprofessorin an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg. 1982 wurde sie an die Hochschule für Bildende Künste Braunschweig berufen. Seit 1990 wechselte sie an die Universität der Künste Berlin. Für ihre künstlerische Arbeit erhielt sie unter anderem das Karl-Schmidt-Rottluff-Stipendium 1977, den Villa-Romana-Preis 1978 und den Gabriele-Münter-Preis.

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