Arielle

Kinderzentrum Bethel, Bielefeld

3.500 kreative „Luftblasen“ für das Kinderzentrum Bethel. Heike Weber und Walter Euls Werk „Arielle“ steigt im Atrium der Wasseroberfläche entgegen.

Kunst
Künstler*inHeike Weber
Walter Eul
KollektivKab-Weber-Eul
Material3.500 individuell gestaltete Glaskugeln, ⦰ 80 mm, Stahlkonstruktion, weiße Aluminiumprofile, Aramidschnüre
Technikmodularer Laserschnittaus Alu-Dibond FR
Maßeca. 1315 x 407 x 750 cm
Verfahrenbeschränkter Wettbewerb unter 5 Künstler*innen
Bau
AdresseGrenzweg 10
33617 Bielefeld
BauherrEvangelisches Krankenhaus Bielefeld GmbH, Bielefeld
StandortAtrium Foyer
Route in Google Maps
Zugänglichkeit

Frei Zugänglich

Karte
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Tausende kleine Kunstwerke

In dem neuen Bielefelder Kinderzentrum von Bethel spielt das Thema „Wasser“ eine ganz große Rolle. Heike Weber und Walter Eul gestalteten im Auftrag der Samuelis Baumgarte Art Consulting eine geschossübergreifende Installation für das Atrium des Foyers, welche genau diese Thematik aufgreifen sollte. Die beiden überzeugten die Jury mit ihrem Entwurf im Rahmen eines beschränkten Wettbewerbs und erhielten so den Direktauftrag. „Arielle“, so heißt das entstandene Werk, ist eine schwebende Skulptur aus Glaskugeln, welche die drei Geschosse des Gebäudes bis hin zum Glasdach verbinden.

“Die Deckeninstallation haben wir für den Eingangsbereich des Kinderzentrums geplant. Sie schafft eine optische Verbindung zwischen den Stockwerken. Die Skulptur symbolisiert in der Form eines Fischschwarms das Thema Wasser als Quelle des Lebens“, so die beiden Künstler.

Die Skulptur besteht aus ca. 3.500 Glaskugeln welche, im Rahmen eines von Bethel organisierten, zweitägigen Workshops, individuell von den Kindern aller Schulen in Bielefeld mit Spiegelstiften bemalt wurden. Aufgrund der Größe dieser Workshopaktion, fand diese in der Schüco Arena statt.

Eine digitale Repräsentation erfährt das Kunstprojekt durch den Einsatz einer Website: Die Schüler*innen können dadurch entweder im Internet oder durch einen Monitor, im Kinderzentrum selbst, jede Kugel einzeln Aufrufen und so den genauen Standort ihrer eigenen Kugel im Kunstwerk ausmachen.

Die im Durchmesser 80mm breiten Kugeln, wurden mittels Aramidschnüren an einer Stahlkonstruktion befestigt, welche mittels modularen Laserausschnitt seine einzigartige Form erhielt. Das Werk nimmt insgesamt eine Fläche von 407 cm in der Breite und 750 cm in der Länge ein. Die Gesamthöhe des Werkes von ca. 1315 Metern entstehen

Galerie
Vita

Heike Weber, 1962 in Siegen geboren, lebt und arbeitet heute in Köln.

1981 bis 1986 absolvierte Weber ihr Studium im Fachbereich Grafikdesign an der FH in Aachen. 1993 war sie Residenzkünstlerin an der Glasgow School of Art in Großbritannien. Anschließend trat sie, bis 1996, für den Fachbereich „Umweltkunst“ eine Rolle als Gastdozentin im gleichen Institut an.

Von 1997 bis 2007 erhielt sie unterschiedlichste Stipendium mit Aufenthalt. Unter anderen 1998 ein Stipendium der Stiftung Kulturfonds Berlin für das Haus Lukas in Ahrenshoop oder 2003 das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunst und Kultur NRW.

Seit 2008 arbeitet Weber ebenfalls im Bereich Kunst am Bau und gewann viele Projektauslobungen mit ihren Entwürfen für sich. Des Weiteren beteiligte sie sich an etlichen Gruppenausstellungen. Unter anderem 2010 bei der Mardin-Biennale in der Türkei oder 2018 in der Städtischen Galerie, Viersen im Park mit ihrem Werk Schwarz-Weiss.

Weber stellt seit 1993 auch selbst in Einzelausstellungen aus und ihre Werke sind ebenfalls in einigen Sammlungen vertreten. Unter anderem in der Sammlung der Stadtsparkasse in Köln, das Kunstmuseum in Bonn und in der Sammlung des Landes NRW.

Walter Eul, 1967 in Wuppertal geboren, lebt und arbeitet heute Düsseldorf.

Eul absolvierte sein Studium in Informatik und Kunst an der Universität Hildesheim, der HBK Braunschweig und der Kunstakademie Düsseldorf, wo er als Meisterschüler bei Prof. Schwegler tätig war. Nach seinem Studium wirkte er als Art Director, technischer Projektkoordniator und Internet Consultant für verschiedene Agenturen in Düsseldorf und Hamburg. Gleichzeitig realisierte er diverse künstlerische Projekte im Bereich Neue Medien und Internet.

Seit dem Jahr 2006 liegt Euls Schwerpunkt auf der Malerei. Er gründete die Gruppe „deckkraft“ zusammen mit Marc von Criegern.

Ab 2014 arbeitet er an Kunst am Bau Projekten in Zusammenarbeit mit Heike Weber.

Seine Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert, darunter im Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg, Kunstraum Düsseldorf, der Galerie Lisi Hämmerle in Bregenz oder auch im LVR Landesmuseum Bonn.