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Stationstour "Heinrich-Heine-Allee"
Sarah Morris - Hornet (2010) | Foto: Frank Vincentz / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Dauer: ca. 3 – 4 Std.

Düsseldorf hat eine eigene, einzigartige Geschichte, wenn es um Kunst geht. Von hier sind wichtige Impulse für die internationale Kunstszene ausgegangen – und das nicht nur in den letzten Jahren. Was mit der bildenden Kunst begann, hatte Auswirkungen auf andere Formen der Kultur wie Theater, Literatur und Musik.

Diese Tour führt Sie zu bedeutenden Kunst- und Bauwerken entlang der Heinrich-Heine-Allee. Sie starten im Untergrund der Wehrhahnlinie und bahnen sich Ihren Weg durch die Straßen der Düsseldorfer Altstadt.

Genießen Sie den Rundgang in Ihrem eigenen Tempo und tauchen Sie ein in die kreative Atmosphäre Düsseldorfs.

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Diese Tour ist ein Angebot von Baukultur.nrw. Aufgrund von Baustellen oder unvorhergesehenen Ereignissen kann es vorkommen, dass die Route nicht begehbar ist. Wir möchten darauf hinweisen, dass die Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer oder Personen mit anderen Mobilitätseinschränkungen möglicherweise eingeschränkt sein könnte. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Diese Tour ist eine angrenzende Route für die Stationstour der Wehrhahnlinie und beginnt im U-Bahnhof der Heinrich-Heine-Allee in der untersten Ebene (-3). Die neue U-Bahn-Station Heinrich-Heine-Allee fügt sich nahtlos in die bereits bestehenden U-Bahn-Röhren aus den 1970er Jahren ein. Neben dem neuen Kunst-und-Bau Projekt von Ralf Brög sind hier ebenfalls die Acht Wandgemälde und Peter Royens Wandrelief im U-Bahnhof zu finden.

Die Zugänge des U-Bahnhofs liegen auf der Bolkerstraße, der Flinger Straße, der Heinrich-Heine-Allee, der Theodor-Körner-Straße und am Kaufhof. An den meisten Zugängen befinden sich Rolltreppen.

In der Ebene -3 der U Heinrich-Heine-Allee ausgestiegen, bewegen wir uns über das westliche Ende über die Treppenanlage zu den Bahnsteigen der zweiten Ebene. 1988 wurde hier ein Kunstprojekt der Stadt Düsseldorf realisiert: 8 Wandbilder von 8 Künstler*innen. Auf einem Format von 400 cm × 300 cm wurde auf die damalige Umgebung des U-Bahnhofs reagiert.

Von der Ebene -2 begeben wir uns nun noch eine Ebene näher an die Oberfläche. Die obere Ebene (−1) ist die Verteilerebene. Sie beherbergt zahlreiche Geschäfte und verfügt über direkte Eingänge zu den beiden großen, angrenzenden Kaufhäusern sowie zu den tiefer gelegenen Bahnsteigen.

Auch hier ist wieder eines unserer Kunst-und-Bau Objekte zu finden: Ebenfalls 1988 wurde der Düsseldorfer Künstler Peter Royen mit der Erstellung eines Wandreliefs beauftragt.

Für den Rundgang verlassen wir die U-Bahn-Station über den Zugang an der Heinrich-Heine-Allee (U-Bahn-Ausgang „Bolkerstraße/K20“) und bewegen uns in südlicher Richtung, den Weg entlang der Heinrich-Heine-Allee. Das erste Objekt des Rundgangs befindet sich dann an der Nordseite des Wilhelm-Marx-Hauses.

Das Wilhelm-Marx-Haus (1922-1924) ist eines der ersten erbauten Hochhäuser in Deutschland. Ursprünglich beherbergte es die Düsseldorfer Börse und verschiedene städtische Ämter. Bekannt ist das Gebäude für seine Persil-Leuchtreklame und den Musikbrunnen im Innenhof, wo in der Weihnachtszeit der Sternenmarkt stattfindet.

Wilhelm-Marx-Haus | Foto: By Thomas Mielke, CC BY-SA 3.0, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=824776)

Wir folgen der Heinrich-Heine-Allee bis zur nächsten Kreuzung. Dort wird in die Grabenstraße eingebogen und wir gelangen so in den Innenhof des Wilhelm-Marx-Hauses. 

Der von Michael Schwarze geschaffene Musikbrunnen (1986) im Innenhof des Wilhelm-Marx-Hauses zeigt einen goldenen Dirigenten und ein Orchester aus rotem Marmor. Schwarz' Kunstwerke zeichnen sich durch eine eigenwillige Formensprache aus, die bei näherer Betrachtung eine in sich geschlossene Figurenwelt offenbart.

Musikbrunnen | Foto: By Wiegels - Own work, CC BY 3.0, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6624601)

Von der Grabenstraße aus, gehen wir die Trinkausstraße entlang bis zum Stadtgraben. Vor der Giradetbrücke biegen wir dann links in die Königsallee ein und folgen dieser bis zur Kreuzung mit der Theodor-Körner-Straße. Wenn man den Blick nach rechts wendet, erblickt man bereits den Tritonenbrunnen. Eine Brunnenskulptur, die 1902 im Kanal des Stadtgrabens aufgestellt wurde.

Wir überqueren die Theordor-Körner-Straße, um auf der Königsallee zu bleiben und erreichen auf der anderen Seite den Corneliusplatz. Direkt vor uns erblicken wir Düsseldorfs berühmteste Uhr. Die „Grüne Mathilde“.

Tritonenbrunnen auf der Düsseldorfer Königsallee, im Hintergrund die Grüne Mathilde

Wir passieren den Corneliusplatz und befinden uns dann auf dem Schadowplatz. In der Ferne erkennt man bereits die Silhouette des Uecker-Nagels. Eine Bronzeskulptur, die symbolisch an den Beginn der industriellen Entwicklung erinnern soll.

Uecker-Nagel | Foto: By Andreas Schwarzkopf - Own work, CC BY-SA 3.0, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=52431912)

Wir biegen von der Königsallee links in die Elberfelder Str. ein und direkt darauf rechts in die Opern-Passage. Von hier aus erreichen wir den südlichen Beginn des Hofgartens. Gleich zu Beginn ist das Denkmal von Peter von Cornelius zu sehen. Folgt man dem Fußweg nach rechts, erreicht man das Kriegerdenkmal im Hofgarten.

Peter von Cornelius Denkmal | Foto: Elisa Horling

Wir folgen dem Weg linksseitig des Denkmals. Auf der rechten Seite des Weges befindet sich die Skulptur „Two Piece Reclining Figure“ von Henry Moore (1898-1986), ein englischer Bildhauer und Zeichner der mit seinen monumentalen und abstrakten Skulpturen internationale Bekanntheit erlangt hat.

Nachdem wir den Fußweg bis zur nächsten Kreuzung gefolgt sind, wenden wir uns dann nach links in Richtung Oper. Wir passieren außerdem das Robert-Schumann-Denkmal.

Two Piece Reclining Figure | Foto: Elisa Horling

Das Düsseldorfer Opernhaus, erbaut zwischen 1873 und 1875, beeindruckt durch seine historische und architektonische Bedeutung. Im Laufe der Jahre wurde es mehrfach umgebaut und modernisiert, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Markant ist die kubische Fassade mit Travertinverkleidung und Reliefs von Ferdinand Heseding, die griechische Theatermasken und eine Lyra zeigen. Trotz der Diskussionen um einen möglichen Neubau bleibt das Opernhaus ein unverzichtbarer Bestandteil der Düsseldorfer Kulturlandschaft und ein Symbol für die reiche Theater- und Musikgeschichte der Stadt.

Deutsche Oper am Rhein | Foto: Deutsche Oper am Rhein, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Vorbei an der Grabbe-Büste geht es für uns über die Kreuzung mit der Heinrich-Heine-Allee in Richtung Grabbeplatz.  

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Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 150. Todestag des Poeten wurde die Skulptur durch den Heimatverein "Alde Düsseldorfer" gestiftet. Das Denkmal zeigt Christian-Dietrich Grabbe mit geneigtem Blick und ernster Miene. Es wurde der Moment der inneren Schau und melancholischen Versenkung festgehalten, der als notwendige Voraussetzung für das künstlerische Schaffen gilt.

Grabbe Büste | Foto: Johan H. Addicks, Lizenz: CC BY-SA 3.0

Auf dem Weg liegt linker Hand das Mendelssohn-Denkmal.

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Der deutsche Komponist Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) war von 1833 bis 1835 Generalmusikdirektor in Düsseldorf. Er blieb der Stadt verbunden, auch nachdem er in Leipzig Gewandhauskapellmeister geworden war.

Mendelssohn Denkmal | Foto: Kürschner, CC0, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=131960267)

Am Grabbeplatz angekommen, befindet sich auf der rechten Seite die Kunstsammlung K20 und auf der linken Seite die Kunsthalle.

Die 1967 erbaute Kunsthalle Düsseldorf am Grabbeplatz ist ein markanter Betonbau im Stil des Brutalismus, entworfen von den Architekten Beckmann und Brockes. Das Gebäude ist ein seltenes Beispiel brutalistischer Architektur, geprägt durch die Verwendung von Betonfertigteilen.

Ende der 1990er Jahre wurde die Kunsthalle durch das Engagement der Düsseldorfer Bevölkerung vor dem Abriss bewahrt und zwischen 2001 und 2002 umfassend modernisiert. Informationen zu den Eintrittspreisen erhalten Sie hier. Am 2. Sonntag jeden Monats ist der Eintritt frei.

Kunsthalle Düsseldorf | Foto: By Kürschner - Self-photographed, CC0, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=131960267)

Vor dem Eingang der Kunsthalle gibt es noch viele weitere Werke zu entdecken. Unter anderem Michael Heizers Bodenarbeit „windows and matchdrops“ oder Lee Thomas Taylors „Kippdeckel“ - eine Installation auf dem Treppenabsatz, die 2004 im Rahmen der Ausstellung „raumfürraum“ installiert wurde.

Lee Thomas Taylor – Kippdeckel (2004) | Foto: Elisa Horling

Direkt neben Hartungs Relief, über dem Eingang der Kunsthalle, ist an der Fassade ein Relikt von James Lee Byars Performance aus dem Jahr 1986 zu finden. Mit „Die Träne“ widmete der Künstler seine Arbeit Joseph Beuys, welcher im Januar’86 verstorben war.

James Lee Byars – Die Träne (1986) | Foto: Elisa Horling

Auch im Innenraum sind einige Objekte zu finden, welche als Schenkung an die Kunsthalle übergegangen sind. Unter anderem Gerhard Richters Spiegel (1981) und eine Gravur von Sophie Isabel Urban mit Simon Wienk-Borgert (2017).

Gerhard Richter – Spiegel (1981) | Foto: Kunsthalle Düsseldorf

Für uns geht es weiter, rechts an der Kunsthalle vorbei, in Richtung Kay-und-Lorentz-Platz. Blickt man nun zum Eingang des Kom(m)ödchens, so entdeckt man linker Hand die vier Karyatiden, die einst die Giebel über dem Portal der ersten Kunsthalle schmückten. Sie verkörpern die vier Kunstgattungen (Musik, Malerei, Bildhauerei, Baukunst). Oberhalb des Eingangs sieht man auch bereits unser nächstes Objekt: Das „Ofenrohr“ von Joseph Beuys.

Wilhelm Albermann – Karyatiden (1879-81) | Foto: Elisa Horling

Lässt man den Blick weiter die Straße hinunter schweifen, entdeckt man in der Mutter-ey-Straße die Hausnummer 3. Das Schmela-Haus. 1971 vom niederländischen Architekten Aldo van Eyck erbaut, widersprach das Gebäude mit seinen verschachtelten Räumen und Terassen den damaligen Zeitgeist. Seit 2009 gehört das Gebäude zur Kunstsammlung NRW.

Schmela-Haus | Foto: By Wiegels - Own work, CC BY 3.0, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=14314712)

Wir gehen zurück zum Grabbeplatz. Gegenüber der Kunsthalle befindet sich die Kunstsammlung K20, die der Kunst des 20. Jahrhunderts gewidmet ist.

Das 1986 eröffnete Gebäude am Grabbeplatz (K20) mit seiner markanten Fassade aus schwarzem Granit erhielt 2010 einen Erweiterungsbau. Hinter dem Durchgang zur Ratinger Straße sind schon von weitem einige bunte Dreiecke zu sehen. Sie gehören zur Arbeit „Hornet“ von Sarah Morris auf dem Paul-Klee-Platz.

K20 am Grabbeplatz | Foto: © Visit Düsseldorf · Markus Luigs · CC BY-SA

Entlang der Ratinger Mauer geht es weiter in Richtung Ratinger Straße, einer der beliebtesten Ausgehmeile Düsseldorfs. In Höhe des Henkel-Saals legen wir einen weiteren Halt ein, um unser nächstes Objekt zu betrachten.

An der Kreuzung mit der Ratinger Straße biegen wir für einen kurzen Umweg nach links ab (je nach Wetterlage ist das Kunstwerk nicht zu betrachten). An der nächsten Ecke links in die Neubrückstraße einbiegen und vor dem Co-Working-Büro „Spaces“ (Neubrückstraße 1) halten.

Im Andreas Quartier gelegen, einem Wohn- und Bürokomplex, der im und um das ehemalige Amts- und Landgericht entstanden ist, verfügt „Spaces“ über einen einzigartigen Sonnenschutz. Die „Freiheitswand“ von HA Schult.

Zurück an der Kreuzung der Ratinger Mauer (Richtung Paul-Klee-Platz) und Ratinger Straße, setzen wir die Tour entlang der Mühlengasse fort. Wir folgen der Straße bis zum Hilarius Gilges-Platz. Unser Blick nach vorn gerichtet entdeckt wir die Gebäude der Kunstakademie Düsseldorf.

Die Düsseldorfer Kunstakademie wurde 1773 von Kurfürst Carl Theodor gegründet und erlangte internationalen Ruf durch die Düsseldorfer Malerschule im 19. Jahrhundert. Die Akademie, heute eine öffentliche Einrichtung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat bedeutende Künstler wie Joseph Beuys und Gerhard Richter hervorgebracht. Heute lehren hier renommierte Künstler aus aller Welt, und ihre Absolventen zählen zu den bedeutendsten Vertretern der internationalen Kunstszene.

Besonders interessant sind die Jährlichen Rundgänge, bei denen die Arbeiten der Absolventen ausgestellt werden.

Kunstakademie Düsseldorf | Foto: By Wiegels - Own work, CC BY 3.0, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7418282)

Weiter geht es über die Eiskellerstraße, vorbei am Gebäude der Kunstakademie. Wir folgen der Straße bis zur Kreuzung mit der Fritz-Roeber-Straße. Diese überqueren wir, um zur Unterführung der Haltestelle Tonhalle/Ehrenhof zu gelangen. Hier befindet sich das Werk „20.001“ von Stefan Hoderlein, das 2002 im Rahmen der "EUROGA 2002plus" unter dem Ausstellungsprojekt "hell-grün" realisiert wurde.

Ziel war es, verborgene und altbekannte Kultur- und Naturschätze der Region bewusst zu machen und neu zu beleben.

Stefan Hodelein – 20.001 (2002) | Foto: Elisa Horling

Durch die Unterführung gelangen wir auf die andere Seite der Hofgartenrampe mit Blick auf die Oderallee. Wendet wir uns noch einmal in Richtung Hofgartenrampe, dann sehen wir eine der „Säulenheiligen“ von Christoph Pöggeler. „Der Kuss“ oder auch „Das Paar II“.

Die Säulenheiligen, die erstmals im 5. Jahrhundert auftauchten, lebten auf hohen Säulen, um Gott näher zu sein und Unwichtiges auszublenden. Pöggeler modernisiert dieses Konzept, indem er Menschen auf Sockeln zeigt, die sich über die glatte Welt der Werbung und des Kommerzes erheben und die Normalität des Alltags darstellen. Die Litfaßsäule wird so zum Werbeträger für den Menschen.

Christoph Pöggeler – Der Kuss (2004) | Foto: Elisa Horling

Mit dem Blick in Richtung Westen, können wir bereits die prominente Kuppel der Tonhalle sehen.

Die Tonhalle Düsseldorf, ursprünglich als Rheinhalle 1925/1926 erbaut, ist ein Konzerthaus im Stadtteil Pempelfort. Das Gebäude, das früher auch als Planetarium genutzt wurde, wurde von Wilhelm Kreis entworfen und zeigt expressionistische Baukunst. Nach Teilzerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde die Halle wiederhergestellt und 1976-1978 zum Konzertsaal umgebaut.

Wir folgen dem Weg, vorbei am Ehrenmal des Infanterieregiments Nr. 39, und erreichen in wenigen Minuten den Eingang. 

Tonhalle Düsseldorf | Foto: By Image by EveryPicture / CC-BY-SA-3.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 3.0, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37389406)

Vom Blick zum Eingang aus bewegen wir uns rechtsseitig in Richtung Ehrenhof. Angrenzend zur Straße der Oderallee, im nordwestlichen Pavillon, entdecken wir das erste von Heinrich Nauens Mosaiken.

Wir folgen der Oderallee Richtung Westen bis wir an der linksseitig gelegenen Treppe der Tonhalle ankommen. Dort sind Skulpturen zu finden, welche paarweise für Mars und Jupiter und auch Venus und Saturn stehen. 1926 von Carl Moritz Schreiner geschaffen, verbindet die „Planetengruppe“ sowohl die römische als auch die planetarische Thematik.

Obwohl viele Werke Schreiners 1936 als "undeutsche" Kunst beschlagnahmt wurden und im Zweiten Weltkrieg verloren gingen, blieb die Planetengruppe erhalten und wurde 1980 wieder an ihrem ursprünglichen Platz aufgestellt.

Carl Moritz Schreiner - Planetengruppe I | Foto: Von Johann H. Addicks - addicks@gmx.net - Selbst fotografiert, GFDL 1.2, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5521375)

Von der Planetengruppe führt ein kurzer Weg über die Oederallee in Richtung Ehrenhof zum nordöstlichen Ecktempel.

Direkt Gegenüber, im südlichen Ecktempel des NRW Forums, befindet sich ein weiteres von Nauens Werken.

Das NRW-ForumDüsseldorf ist ein Ausstellungs- und Veranstaltungshaus mit den Schwerpunkten Fotografie, Pop und digitale Kultur. Es befindet sich im Ehrenhof und bietet ein interdisziplinäres Programm zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Ursprünglich ein Museum für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, wurde es 1998 als "NRW Forum Kultur und Wirtschaft" wiedereröffnet und wird 2020 Teil der Stiftung Museum Kunstpalast. Das denkmalgeschützte Gebäude ist Teil des von Wilhelm Kreis für die GeSoLei-Ausstellung 1926 entworfenen Ehrenhof-Ensembles und zeichnet sich durch seine symmetrische Anordnung und die expressionistischen Backsteinfassaden aus.

NRW Forum | Foto: By Wiegels - Own work, CC BY 3.0, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=13264480)

Wir folgen der Straße Ehrenhof. Auf dem Platz des NRW-Forums, gegenüber dem Haupteingang, befindet sich eine weitere Skulptur von Georg Kolbe. Sie trägt den Titel „Aufsteigender Jüngling“ und ist Heinrich Heine gewidmet. Wir folgen den Weg weiter, bis wir die Kreuzung zur Inselstraße erreichen. Auch hier befinden sich in den Ecktempeln der Gebäude weitere Mosaike. Diesmal von Thorn Prikker.

Georg Kolbe - Aufsteigender Jüngling (1933) | Foto: jvf, Lizenz: CC BY-SA 4.0

Weiter geht es über die Ehrenhofstraße zum Eingang des Kunstpalastes.

Das Museum Kunstpalast in Düsseldorf, gegründet 1913, ist ein bedeutendes Kunstmuseum, das von der Stiftung Museum Kunstpalast getragen wird. Es umfasst den Kunstpalast, das Glasmuseum Hentrich, den Robert-Schumann-Saal und ab 2020 das NRW-Forum. Das Museum beherbergt über 100.000 Kunstwerke verschiedener Epochen und Gattungen. Das denkmalgeschützte Gebäude im Ehrenhof wurde 1925/26 von Wilhelm Kreis entworfen und 1999/2000 von Oswald Mathias Ungers umgebaut. Das Ensemble aus neoklassizistischen und expressionistischen Elementen liegt zentral zwischen Rhein und Hofgarten und verfügt über moderne und funktionale Ausstellungsräume.

Schon von weitem ist die riesige ovale Scheibe an der Ecke des Sammlungsflügels zu sehen, vor der man sich nun befindet. Sie ist unser nächstes Objekt.

Kunstpalast Düsseldorf | Foto: By © Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons), CC BY-SA 4.0, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15768980)

Folgt man dem Weg weiter, erreichen wir den Ehrenhof, welcher von den Gebäuden des Kunstpalastes und Kunstmuseum Düsseldorf umschlossen wird. Hier sind einige weitere Objekte zu entdecken, wie zum Beispiel „Aurora“ von Arno Breker, welche sich auf dem Dach über dem Durchgang zur Brüderstraße befindet.

Ein weiteres Objekt sind die „Drei Künste“ von Carl Moritz Schreiner, welche sich über dem Osteingang des Kunstpalastes befinden. Links und Rechts neben dem Eingang sind Steinbänke positioniert, welche ebenfalls von diesem geschaffen wurden.

2002 kam im Ehrenhof die Bronzeskulptur „Nashorn“ von Johannes Brus hinzu.

Arno Breker – Aurora (1926) | Foto: Elisa Horling

Weiter geht es durch die Unterführung, rechts an der Aurora vorbei, in die Brüderstraße. Wenden wir uns nach rechts, dann befindet man sich bereits auf der Rückseite des Emilie-Preyer-Platzes. Dort befindet sich das von Oswald Mathias Ungers entworfene Bürogebäude. Es bietet 21.400 m² hochwertige Büroflächen und eine Tiefgarage.

Nach dem Auszug von Uniper wurde das Gebäude 2021 an das Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen vermietet und anschließend an einen deutschen Investor verkauft.

Unser nächstes Objekt befindet sich im rückseitig liegenden Hof. Um zu diesen zu gelangen, biegen wir an der Ecke des Kunstpalastes direkt rechts ab und gehen die Treppen herunter in den Innenhof. Von dort aus bewegt wir uns geradeaus auf die Heckeninstallation zu. Die Skulptur befindet sich dann auf der linken Seite.

Hier endet die reguläre Kunst- und Bau-Tour. Bei Bedarf kann die weitere Wegbeschreibung zurück zum U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee genutzt werden.

  • Vorbei am Zoderers „Halm“ rechts in die Scheibenstraße einbiegen. An der Kreuzung mit der Inselstraße besteht die Möglichkeit, den Weg auf den Fußwegen des Hofparks fortzusetzen.
  • Dem Fußweg parallel zur Inselstraße folgen. Über den Napoleonsberg bis zur Kreuzung mit dem Spielplatz Inselstraße. Rechts halten und der Weyhepassage nach Süden folgen. An der nächsten Kreuzung halten Sie sich rechts und erreichen das Ratinger Tor.

Das Ratinger Tor besteht aus zwei quadratischen, klassizistischen Bauten mit dorischen Säulen und goldbemalten Lorbeerkränzen auf den Metopen. Es wurde ab 1811 von Adolph von Vagedes, einem Schüler Schinkels, nach dem Vorbild der Athener Propyläen errichtet und 1815 fertiggestellt. Das Tor ist ein Kulturdenkmal und wurde am 27. April 1983 in die Denkmalliste aufgenommen.

Ratinger Tor | Foto: By Jula2812 - Own work, CC BY-SA 4.0, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39495173)
  • Überqueren Sie die Maximilian-Weyhe-Allee und gehen Sie weiter durch den Hofpark. Auf der rechten Seite am Südtor befindet sich die Skulptur „La Danse à Deux“. Folgen Sie dem Weg durch den Park in südlicher Richtung, bis Sie am Märchenbrunnen vorbei zur Goldenen Brücke gelangen. Im Hofgarten selbst stehen weitere Skulpturen. Unter anderem „Der Mahner“. Eine Bronzeskulptur von Wadim Abramowitsch Sidur aus dem Jahr 2007.

Die Goldene Brücke im Düsseldorfer Hofgarten ist die älteste Fußgängerbrücke der Stadt und steht unter Denkmalschutz. Ursprünglich 1809 von Adolph von Vagedes entworfen, ersetzte man sie 1845 durch eine neue, waagerechte Brücke, die von Anton Schnitzler entworfen wurde. Die Brücke besteht aus teilvergoldeten Stahlträgern und geschmiedeten Geländern. Sie wurde 1951 und 2015/2016 restauriert und 2019 mit Brückenlaternen ausgestattet. Sie liegt auf einer barocken Sichtachse und verbindet zwei Teiche im Neuen Hofgarten.

Goldene Brücke | Foto: By Kürschner (talk) 16:20, 21 June 2016 (UTC) - Own work, Public Domain, (https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=49625376)
  • Nach Überquerung der Brücke befindet man sich wieder im bekannten Bereich des Hofgartens. Dem Weg nach links folgend erreicht man das Kriegerdenkmal.
  • Vorbei am Peter von Cornelius-Denkmal geht es in die Opern-Passage. Über die Königsallee weiter nach Süden und rechts in die Elberfelder Straße abbiegen.

  • Bis zur Kreuzung Heinrich-Heine-Allee laufen. Die Straße hinunter und dort wieder in die U-Bahn einsteigen.

Kriegerdenkmal im Hofgarten | Foto: ppmsca 00826 (Lizenz: CC BY-SA 4.0)

Auf Ebene -3 können Sie in die Wehrhahnlinie einsteigen und unsere Stationentour entdecken, wenn Sie dies noch nicht gemacht haben. Danke, dass Sie die Stationstour Heinrich-Heine-Allee genutzt haben.